Großer Ausstellungsraum
Dieser Raum vereint die nördliche Wohnung: Stube, Stubenkammer und Stallteile.
Geradeaus sehen Sie das „Schwarzwaldmaidle“ von Ernst Maier aus Rütte, einem der drei bekannten Todtmooser Schnitzer. Paul Mutter und Gerald Kaiser komplettieren die Gruppe; von ihnen sind Werkzeuge und unvollendete Arbeiten zu sehen. Die Schnitzarbeiten gehören zum Landhausstil des späten 20. Jahrhunderts.
Rechts sind Flachsbündel und Bearbeitungsgeräte zu sehen, ein Hinweis auf die Heimweberei, einen wichtigen Wirtschaftszweig. Der schmale, graue, hängende Schal wurde von der Pflanze bis zum fertigen Gewebe hier in Todtmoos geschöpft. Neben der Leinenfaser gewann man noch über den Leinsamen ein hochwertiges Nahrungsöl. Im 19. Jahrhundert fielen die großen Einnahmen aus den mehrtägigen Wallfahrten weg. Wien hatte sie Ende des 18. Jahrhunderts verboten. So suchte man neue Verdienstmöglichkeiten.
Die Nische rechts ist unumgänglich in einem Schwarzwälder Heimatmuseum: die Tracht, die Musik, vor allem Blasmusik. Die Stickereien sind der Ausdruck der herstellenden Frauen und haben selten einen historischen Hintergrund.
In Glasvitrinen werden Hoteltechnik und Foto-/Filmgeräte ausgestellt, z. B. der Erfinder der Zeitlupe in Todtmoos.