Fürbühne
Die handwerklich perfekte Treppe, die erst mit dem Ausbau zum Museum gefertigt wurde, führt auf die Fürbühne, die von außen durch das große Tor befahrbar ist. Hier ist die Zimmermannskonstruktion des Gebälks gut zu erkennen. Die Einfahrt, das sogenannte „Ifahrchäppele“, erinnert an eine kleine Dachkapelle.
Rechts steht eine lange, trogförmige Kurzfuttermaschine. Für den Weltkurort Todtmoos war sie wichtig: Pferde benötigten mehrere tägliche Fahrten zwischen Bahnhof und Ort, um die Gäste nach Todtmoos zu bringen. Das Futter wurde klein geschnitten, damit die Tiere schneller gesättigt waren.
Auf der Fürbühne hängen und stehen diverse landwirtschaftliche Geräte: Leiterwagen, Heubogen, Egge. Mit der Bandsäge konnten Bretter für Heimarbeit zugeschnitten werden. Nicht jedes Haus verfügte über solch eine Maschine.
Das Ifahrkäppele ermöglichte, Heuwagen bei Gewitter schnell unter Dach zu fahren. Mit Gabeln wurde das Heu auf die Bühne gehoben und verteilt, bis ein mehrstöckiger Heustock entstand. Im Winter wurde das Heu mit Werkzeugen wie dem „Heulicher“ aus den Haufen herausgeschnitten.