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Brauchtum: Schwarzwaldhäuser und Handwerk im Schwarzwald

Schwarzwaldhäuser

Mächtige Schwarzwaldhöfe prägen das Landschaftsbild. Das Walmdach mit großem Überhang ist auf der Wetterseite fast bis auf den Boden heruntergezogen. Auf der Bergseite ist die Einfahrt für die Ernte, darunter liegen die Stallungen. Im vorderen Teil ist der Wohnbereich mit dem großen Kachelofen der "Kunscht". Damit wurde das ganze Gebäude beheizt und unter dem Dach gleich noch die Schinken mitgeräuchert.....

Da die Winter lang und schneereich waren, wurde alles unter einem Dach integriert. Das Quellwasser wurde direkt in den Brunneneingang ins Haus geleitet, die lebende Forelle im Brunnentrog war das Kontrollorgan für die gute Wasserqualität. Der Schindelmantel aus unbehandeltem(!) Holz hält ca. 80 Jahre und bildet eine gute Isolierung. Gemütliche Runden am Kachelofen - ein wahrer Genuß!


Handwerk

Schindelmacher war nur einer der typischen Schwarzwälder Berufe rund ums Holz. Mit den Schindeln wurden die Fassaden und Dächer der Schwarzwaldhöfe eingedeckt. Drechsler, Schnitzer, Löffelmacher - nicht alle Berufe haben überlebt. Holz ist jedoch immer noch ein wichtiger Wirtschaftsfaktor, die zahlreichen Schreinereien und Sägewerke sind ein Beweis dafür.

Bei Brauchtumsabenden werden viele der traditionellen alten Handwerksberufe den Gästen vorgestellt. Im Heimatmuseum finden regelmäßig Glasbläservorführungen statt.

Schuhmachermeister Baumgartner hatte seinen Betrieb 1996 aus Altersgründen eingestellt. Strohschuhe, auch Finken genannt, gibt es aber immer noch - und sogar Kurse im Strohschuhflechten.